Im Vordergrund steht die Frage: „Wie gesund sind unsere Kinder?" KiGGS liefert hierzu eine verlässliche und thematisch breite Datengrundlage. Durch die Fortsetzung als Langzeitstudie lassen sich zudem zeitliche veränderungen nachvollziehen. Für Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit ist eine solche Datengrundlage unentbehrlich.
Fakten statt Vermutungen
In der öffentlichen Diskussion trifft man oft genug auf Behauptungen, die Verbreitung bestimmter Gesundheitsprobleme habe neuerlich drastisch zugenommen.
Daraus abgeleitet wird ein dringender Handlungsbedarf, gesundheitlichen Problemen von Kindern und Jugendlichen zu begegnen und ihrer Verbreitung vorzubeugen. Wenn es jedoch an verlässlichen und repräsentativen Gesundheitsdaten fehlt, besteht die Möglichkeit einer Fehlbeurteilung der aktuellen Situation und des Handlungsbedarfs – mit Konsequenzen für das Gesundheitswesen und die Solidargemeinschaft.
Erneut aktuelle Daten notwendig
Da die erste KiGGS-Studie schon mehrere Jahre zurück liegt, sollen mit der gegenwärtigen Fortsetzungsstudie (KiGGS Welle 1, 2009-2012) nun aktuelle Gesundheitsdaten erhoben werden. So kann ermittelt werden, inwieweit sich die gesundheitliche Lage im Vergleich zu damals verändert hat. Langfristig wird eine kontinuierliche Beobachtung der gesundheitlichen Lage in Deutschland angestrebt (Gesundheitsmonitoring). Kontinuierliche Beobachtungen der gesundheitlichen Lage sind beispielsweise deshalb notwendig, um beurteilen zu können, ob Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation tatsächlich Wirkung zeigen oder um zu ermitteln, in welchen Bereichen neue Problemfelder entstehen.
Die wichtigsten Ziele der KiGGS-Studie
Insgesamt sollen die Daten unserer Studie
- Grundlage einer bundesweiten kontinuierlichen Gesundheitsbericht- erstattung über die nachwachsende Generation sein,
- das Verständnis verbessern, wie Unterschiede in der gesundheit- lichen Entwicklung zustande kommen und wie sie sich ins Erwachs- enenleben fortsetzen,
- sich als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen und
Prioritätensetzungen eignen,
- Einblick in die gesundheitliche Versorgung vermitteln und zur
besseren Bedarfsplanung beitragen,
- Gesundheitsrisiken identifizieren (z. B. Bewegungsmangel, Unfälle)
als Basis, für die Entwicklung von Vorsorgekonzepten und
-programmen,
- Aufschlüsse über das komplexe Zusammenspiel von Lebens-
umständen, Verhaltensweisen und verschiedenen Aspekten von
Gesundheit geben,
- helfen, die Wirksamkeit von Maßnahmen im Gesundheitswesen
zu beurteilen,
- öffentlich zur Verfügung stehen, damit Experten zum Wohle unserer
Kinder und Jugendlichen Gesundheitsforschung betreiben können.
Stand: Mai 2011