Ihr Kind muss verschiedene Dinge lernen, um mit seiner Erkrankung ein ganz normales Leben führen zu können und Sie können ihm dabei helfen. Das Wichtigste zunächst ist, dass Ihr Kind lernt, aus den verordneten Inhalationsgeräten seine Arzneimittel richtig zu inhalieren. Die medizinischen Fortschritte in der Asthmabehandlung der letzten Jahre und Jahrzehnte waren sehr groß. Die meisten Arzneimittel können inzwischen inhalativ gegeben werden. Sie entfalten damit ihre Wirkung direkt in der Lunge, ohne den übrigen Körper zu sehr zu belasten. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass mit diesen Inhalationsgeräten gut umgegangen wird. Es gibt leider sehr viele Fehlerquellen und das korrekte Inhalieren muss richtig gelernt werden. Wir können hier nicht alle Fehlermöglichkeiten aufführen, aber es ist vielleicht ein bezeichnendes Beispiel, wenn Untersuchungen zeigen, dass schon etliche Patienten beim Inhalieren vergessen, die Verschlusskappe von ihrem Inhalationsgerät abzunehmen. Dass die Arzneimittel dann nicht wirken können, ist ja klar. Der Arzt Ihres Kindes, sein Praxispersonal oder Lehrer in einer Gruppe zur Asthmaschulung werden Ihrem Kind und Ihnen zeigen, wie inhaliert werden muss. Sie sollten Ihrem Kind ab und zu dabei helfen, damit das Gelernte im Alltag nicht wieder vergessen wird.
Die Benutzung der benötigten Inhalationsgeräte auch in der Öffentlichkeit muss für Ihr Kind selbstverständlich sein. Gerade Jugendliche in der Pubertät genieren sich manchmal, „Schwäche“ zu zeigen und zu inhalieren, wenn sie merken, dass sich ein Luftnotanfall ankündigt. Das kann die notwendige Behandlung unnötig verzögern. Helfen Sie Ihrem Kind Selbstbewusstsein zu entwickeln und seine Arzneimittel offen zu benutzen. Moderne Inhalationsgeräte mit ihrem z. T. schicken Design sind hier sehr nützlich.
Und ein letzter Tipp an dieser Stelle: Verzärteln Sie Ihr Kind nicht, hindern Sie es nicht an körperlicher Aktivität und Sport, machen Sie ihm keine Angst vor möglichen Luftnotanfällen.
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