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Über die Teilnahme

Leider können nur Personen mitmachen, die vom Robert Koch-Institut eingeladen wurden. Je mehr der Eingeladenen sich jedoch an der Studie beteiligen, desto besser.

Warum kann nicht jeder mitmachen?

Theoretisch ist es möglich, alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland bzw. deren Eltern zu befragen. Allerdings wäre das sehr teuer und würde viel zu lange dauern. Wahrscheinlich wären die Daten, wenn sie endlich ausgewertet werden könnten, schon wieder veraltet. Daher gibt es ein Verfahren, mit dem wir auch mit geringerem Aufwand ein repräsentatives Abbild der Wirklichkeit erzeugen können: Wir treffen eine Zufallsauswahl (Stichprobe). In unserem Falle bedeutet das, dass ein ausgewähltes Kind 800 Kinder seines Alters vertritt.

Dabei folgt die Auswahl - um die Zufallsmäßigkeit der Stichprobe zu gewährleisten - strengen methodischen Kriterien, so dass jedes in Deutschland lebende Kind die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Hierzu wurden zuerst die 167 Gemeinden statistisch bestimmt, in denen die Studie durchgeführt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Gemeinde einbezogen wird, hängt von der Einwohnerzahl ab. Kleine Gemeinden haben eine geringere Chance einbezogen zu werden. Wohnen Sie und Ihr Kind jedoch in einer kleinen ausgewählten Gemeinde, dann ist die Wahrscheinlichkeit in die Stichprobe zu gelangen, aufgrund der geringen Kinderzahl unter den Einwohnern sehr groß. So kommt es manchmal sogar dazu, dass mehrere Kinder einer Familie eingeladen werden.

Insgesamt bedeutet dies, dass Sie mit Ihrem Kind leider nur dann mitmachen können, wenn Sie auch von uns eingeladen wurden. Alle sonstigen Interessenten wären nicht zufällig ausgewählt und könnten damit die Stichprobe verzerren.

Eine solche Zufallsstichprobe haben wir bei der ersten KiGGS-Studie eingeladen. Diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer laden wir auch diesmal wieder ein. Der Altersbereich 0-6 Jahre ist auf diese Weise aber nicht mehr abgedeckt, da die Kinder ja inzwischen älter geworden sind. Deshalb wählen wir in diesem Altersbereich Kinder neu aus und laden die Eltern erstmals zur Studie ein.

In der Thüringer Modulstudie führen wir in den zusätzlich ausgewählten Orten ebenfalls eine Zufallsauswahl durch. So soll sicher gestellt werden, dass die Ergebnisse für das Bundesland repräsentativ sind.

Warum ist es so wichtig, dass möglichst viele mitmachen?

Dafür gibt es vor allem drei Gründe:

  1. Je weniger Kinder und Jugendliche sich beteiligen, desto größer ist die Gefahr einer Verzerrung der Stichprobe. Die Gefahr ist vor allem dann gegeben, wenn sich die Zusammensetzung der Gruppe der Teilnehmer in statistisch wichtigen Merkmalen (Alter, Bildung, Geschlecht etc.) von der Gruppe der Nichtteilnehmer unterscheidet. Das würde dann bedeuten, dass bestimmte Bevölkerungskreise nicht in dem Anteil an der Studie beteiligt sind, wie es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht.

  2. Je weniger Kinder und Jugendliche sich beteiligen, desto weniger Daten stehen zur Verfügung. Je kleiner die verfügbare Datenmenge aber ist, desto weniger detaillierte Auswertungen können vorgenommen werden. Das ist wichtig, da bei den Auswertungen sehr differenzierte Untergruppen von Personen gebildet werden: Zuerst in der Regel zwei Gruppen nach Geschlecht, dann in beiden Gruppen jeweils Untergruppen nach Alter, darunter wiederum Untergruppen jeweils nach Vorliegen eines Gesundheitsmerkmals etc.) Mit jeder Unterteilung sinkt die Zahl der den Auswertungen zugrunde liegenden Personen.

  3. Je weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Studie auch diesmal mitmachen, desto weniger Daten stehen zur Verfügung, um einer der wichtigsten Fragen nachzugehen: Welche komplexen Zusammenhänge beeinflussen Gesundheit und Krankheit im Lebensverlauf vom Kind zum Erwachsenen?

Deshalb ist es für das Gelingen der Studie ganz wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen an der Befragung teilnehmen.

Stand: Mai 2011

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KiGGS für Eltern

167 Untersuchungsorte in ganz Deutschland wurden nach einem definierten Verfahren ausgewählt.  [mehr