Epidemiologisches Bulletin 29.03
Über den Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts, sein Anliegen, seine Bedeutung und seinen geplanten Ablauf wurde in der Ausgabe 14/2003 des Epidemiologischen Bulletins berichtet. Mittlerweile hat die Feldarbeit dieser umfassenden Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen begonnen, erste Erfahrungen wurden gesammelt und die Orte für künftig einzurichtende Studienzentren festgelegt.
Die praktische Durchführung der Studie bedarf der
Unterstützung durch den ÖGD und die Kinder- und Jugendärzte vor Ort. Die Feldarbeit soll auch durch periodisch erscheinende Beiträge im Epidemiologischen Bulletin begleitet werden. Hier soll auf aktuelle Studienorte, Teilnehmerzahlen, thematische Schwerpunkte und eventuelle Probleme eingegangen werden.
Wissenschaftlicher Beirat: Der Präsident des Robert Koch-Instituts hat einen Wissenschaftlichen Beirat berufen, der den Kinder- und Jugendgesundheitssurvey über drei Jahre hinweg fachlich unterstützen soll. Die berufenen Experten stehen mit dem durch sie verkörperten Fachwissen für die qualitätsgerechte Durchführung des Surveys, aber auch für die Planung der sachgerechten künftigen Nutzung der erhobenen Daten zur Kinder- und Jugendgesundheit.
Zum aktuellen Ablauf der Studie
Die Feldarbeit des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys begann am 19. Mai 2003 in der Region Berlin/Brandenburg. Hier öffneten Studienzentren in Berlin-Mitte, Zossen und Falkensee. Durch das RKI wurden Kinder und deren Eltern schriftlich eingeladen, deren Adressen in den Einwohnermeldeämtern zufällig ausgewählt worden waren. Die Mitarbeiter der drei Feldteams (jeweils ein Kinderarzt, eine Interviewerin, eine Kinderkrankenschwester, eine MTA, eine Umweltuntersucherin) waren zuvor zwei Wochen lang geschult worden. Das von den Organisatoren angestrebte Ziel, eine Responserate von mehr als 60 % zu erreichen, wurde überboten. In Zossen und Falkensee mussten die Studienzentren sogar länger geöffnet bleiben, um alle Studienteilnehmer, die der Einladung Folge leisten wollten, auch tatsächlich untersuchen zu können. Der Überwachung der Studie in der Startphase dienten eine externe Qualitätskontrolle (GSF München) und RKI-interne Mechanismen der Qualitätssicherung. Es wurde ein einwandfreier Ablauf festgestellt. Sowohl in der Öffentlichkeit als auch durch die eingeladenen Probanden wurde die Studie positiv bewertet. Auch in den beiden folgenden Regionen verlief bzw. verläuft die Arbeit regelrecht und erfolgreich.
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