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Zur Konzeption des Motorik-Moduls

Epidemiologisches Bulletin 45.03

Im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys des RKI (KiGGS) werden im „Motorik-Modul“ an einer Teilstichprobe motorische Fähigkeiten und das Sportverhalten der Heranwachsenden erfasst. Dieses Modul des KiGGS wird vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe betreut.

Die sportlich-körperliche Leistungsfähigkeit ist neben anderen Faktoren ein wichtiger Gesundheitsaspekt. Bisher vorliegende Studien weisen auf eine abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen hin. Vergleichende Daten zur Entwicklung der Motorik bei Heranwachsenden über einen längeren Zeitraum
liegen jedoch nicht vor. Auch fehlen belastbare - Daten zum Zusammenhang zwischen Motorik - und anderen Gesundheitsdaten von Heranwachsenden in Deutschland. Das Motorik-Modul des KiGGS soll dazu beitragen, Wissenslücken auf diesem Gebiet zu schließen. Es umfasst folgende Forschungsziele und Teilaufgaben:

- Ermittlung der aktuellen sportlich-körperlichen Leistungsfähigkeit
- Erforschung des Sportverhaltens
- Vergleich der Messwerte mit vorliegenden Normdaten bzw. 
  Erstellung neuer Normierungstabellen
- Beurteilung von Entwicklungsverläufen und
  Entwicklungsunterschieden
- Verknüpfung der Daten des Motorik-Moduls mit anderen im Survey
  erhobenen Daten zur Gesundheit (z. B. Größe, Gewicht,
  Gesundheitsdaten, Ernährung, Umweltdaten, psychische
  Gesundheit)
- Follow-up-Studien, um Längsschnittdaten hinsichtlich der
  motorischen Leistungsfähigkeit, der sportlich-körperlichen Aktivität
  und des Sportverhaltens zu erhalten.

Um Daten zu diesen Aspekten zu gewinnen, wird in den nächsten drei Jahren ein Team des Karlsruher Sportinstituts durch Deutschland reisen und bei 4.500 repräsentativ ausgewählten Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 17 Jahren aus der Gesamtstichprobe des KiGGS (18.000) die Motorik (Koordination, Kraft, Ausdauer
u. a.) mit verschiedenen Methoden testen und zur Sportaktivität
befragen.

Die Betrachtung der Motorik in Verbindung mit Entwicklungs- und Gesundheitsfragen im Kindes- und Jugendalter ist unverzichtbar, um geeignete evidenzbasierte Fördermaßnahmen zu entwickeln und diese beispielsweise in Schulen und Vereinen umsetzen zu können.

Kurzbericht der Forschungsgruppe Motorik-Modul des KiGGS am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe, Leitung Herr Professor Klaus Bös und Frau Dipl.-Päd. Annette Worth. Rückfragen sind bei Frau Dr. Elke Opper (E-Mail: opper@sport.uka.de) oder telefonisch unter 07 21.608–85 13 möglich.

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