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Emil von Behring (1854-1917)

Emil Adolph Behring wird am 15.März 1854 als fünftes von insgesamt dreizehn Kindern des Dorfschullehrers August Behring in Hansdorf (Westpreußen) geboren. Da er aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ermöglicht er sich das Medizinstudium an der Universität zu Berlin indem er sich für neun Jahre zum Militärdienst verpflichten lässt. Hier promoviert er 1878.

Von 1880 bis 1889 ist er in Berlin als Stabsarzt tätig, bevor Behring ab 1888 am „Hygiene-Institut“ und ab 1889 schließlich am „Institut für Infektionskrankheiten“ Assistent von Robert Koch wird. Hier arbeitet er eng mit dem japanischen Arzt und Mikrobiologen Shibasaburo Kitasato (1856-1931) zusammen. Behring gelingt es 1890 erste Erfolge in der Therapie von Diphterie bei Tieren zu erzielen. Diphterie ist damals eine der gefürchtetsten Infektionskrankheiten, die auch als der „Würge-Engel der Kinder“ bekannt geworden ist, da die Erkrankung vor allem Kinder befällt und zum Erstickungstod führt. Durch die Zusammenarbeit mit Paul Ehrlich gelingt es Behring schließlich 1893 ein Mittel zu entwickeln, um die Krankheit zu heilen und damit vielen Kindern das Leben zu retten. Durch die Anwendung des Behringschen Heilserums kann schließlich die Diphterie-Sterblichkeit immer weiter reduziert werden. Heute stirbt kaum noch jemand an dieser Krankheit.

1895 wird Emil Behring in Marburg zum Direktor des Hygienischen Instituts ernannt, was er bis zu seinem Tod bleibt.

Im Jahre 1901 erhält Behring für die Entdeckung der Antikörper und die Herstellung von Impfstoffen, als erster Arzt der Welt, den Nobelpreis für Medizin verliehen. Zusätzlich beschert ihm das Jahr eine Erhebung in den erblichen Adelsstand. Emil von Behring gründet 1904 die „Behring-Werke“ in Marburg, die Seren für Diphterie und Tetanus in großen Mengen herstellen. 1913 wird die vorbeugende Diphterie-Schutzimpfung möglich.

In seinen letzten Lebensjahren leidet von Behring an Depressionen und schmerzhaften Nervenleiden, was ihn zu einem Sanatoriumsaufenthalt (1907-1910) nötigt.

Am 31. März 1917 stirbt der Mediziner an den Folgen einer Lungenentzündung in Marburg.

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