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Thematische Schwerpunkte der KiGGS-Studie

Das Themenspektrum der KiGGS-Studie ist breit gestreut und umfasst Eckwerte zu den wichtigsten Aspekten der Kinder- und Jugendgesundheit. Zusätzliche, differenziertere Datenerhebungen erfolgen in thematischen Modulstudien. Ein Grundstock an Themen wird in allen Erhebungswellen beibehalten.

Themenauswahl

Aus der Vielzahl der interessierenden Aspekte der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen konnte für die erste KiGGS-Studie nur eine Auswahl Berücksichtigung finden. Das war allein schon aus Gründen der Studienorganisation notwendig, da die zeitliche Belastung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst gering sein sollte. Aus diesem Grund wurden – auch basierend auf den Erfahrungen aus dem Pretest und unter Einbeziehung externer Experten – Kriterien festgelegt, nach denen die möglichen Themen klassifiziert wurden. So wurde eine Grundlage geschaffen für die Entscheidung, welche Gegenstand der Studie sein sollten.           

Themen der Basiserhebung

Neben soziodemografischen Angaben wurden in der Basiserhebung vor allem folgende Themebereiche erfasst:

- Körperliche Beschwerden und Befindlichkeit
- Akute und chronische Krankheiten
- Behinderungen
- Gesundheitsrisiken, Unfälle
- Psychische Gesundheit, Verhaltensauffälligkeiten und -störungen
- Subjektive Gesundheit (Lebensqualität)
- Soziale Kontakte, soziales Netz, Unterstützungssysteme
- Schutzfaktoren für eine gesunde psychische Entwicklung
  (personale, soziale und familiäre Ressourcen)
- Ernährung, Adipositas
- Schilddrüsengesundheit, Jodversorgung
- Gesundheitsverhalten und Freizeitaktivitäten
- Medikamentenkonsum, Impfstatus
- Inanspruchnahme medizinischer Leistungen

Erhebungsmethoden

Die Informationen zu diesen Themen wurden zum einen durch Fragebögen für die Eltern (ab 11 Jahren parallel dann auch für die Kinder und Jugendlichen selbst) gewonnen. Eine körperliche Untersuchung durch medizinisches Personal ermittelte unter anderem Körpermaße, körperliche Fitness, Sehvermögen und Blutdruck. Das Angebot freiwilliger Blut- und Urinanalysen half, gesundheitliche Risiken zu ermitteln, die durch die anderen Untersuchungen nicht zu erkennen waren. Zusätzlich fand im Studienzentrum ein ärztliches Gespräch statt, in dem Angaben zum Medikamentenkonsum, zum Impfstatus und zum Krankheitsgeschehen erfasst wurden. Die Teilnehmer mussten sich im Durchschnitt zwei Stunden Zeit für die Untersuchung und Befragung nehmen.

Modulstudien

Wegen der sehr breit angelegten Thematik wurden in der KiGGS-Basiserhebung zu den einzelnen Anliegen überwiegend nur die wichtigsten Indikatoren als „Eckwerte“ erhoben. Differenziertere Erhebungen blieben ergänzenden Zusatzuntersuchungen (Modulstudien) vorbehalten, die an Untergruppen (Teilstichproben) vorgenommen wurden.

Themenbereiche der Fortsetzungsstudien                                                                            
Für die Fortsetzung der KiGGS-Studie als Langzeitstudie ist geplant, diesen Grundstock an Themen weiter zu verfolgen – zum einen, weil die Themen auch langfristig relevant sind, zum anderen, um einen Datenvergleich im Zeitverlauf zu ermöglichen. Dabei werden jedoch auch Anpassungen notwendig sein, um bspw. dem Erhebungsmodus (Untersuchung oder Befragung), veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten oder gesundheitspolitischen Fragestellungen Rechnung zu tragen.

Stand: Mai 2011

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KiGGS die Studie

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Der modulare Aufbau der Studie  [mehr]