Auf Grund seiner hohen Forschungsrelevanz hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Finanzierung einer vorgeschalteten Pilotstudie (Pretest) übernommen. Beim Pretest spielten insbesondere methodische Anliegen eine wichtige Rolle. So wurden Befragungsinstrumente hinsichtlich ihrer Eigenschaften getestet, Indikatoren (beispielsweise für die psychische Gesundheit) entwickelt und evaluiert, verschiedene „Feldzugänge“ (d. h. Zugänge zu den Studienteilnehmern) sowie Methoden zur Erhöhung der Motivation für eine Teilnahme an der Studie erprobt und die Verallgemeinerungsfähigkeit bzw. Validität der erhaltenen Informationen untersucht.
In dem vom Robert Koch-Institut eigenverantwortlich durchgeführten Pretest wurden vom 12. März 2001 bis zum 17. März 2002 insgesamt 1.630 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 18 Jahren sowie deren Eltern einbezogen. An vier verschiedenen Orten (Berlin-Friedrichshain, Neuruppin sowie Berlin-Steglitz und Wesendorf), die jeweils für eine ostdeutsche bzw. westdeutsche Groß- und Kleinstadt stehen, wurde die Durchführbarkeit eines Kinder- und Jugendsurveys getestet. Die Ergebnisse wurden in einem Pretestbericht zusammengestellt. Es wurden zahlreiche Erfahrungen gewonnen, die zur Optimierung des Feldablaufs im Hauptsurvey beitragen konnten. Die wichtigste Erkenntnis war jedoch:
Das Konzept für einen bundesweiten Kinder- und Jugendsurvey hat funktioniert, die Erhebung wurde von Eltern und Kindern angenommen.
Stand: Mai 2007